Für die Faustballabteilung des TSV Jona ist das eigene Turnier seit mehr als 50 Jahren ein festen Bestandteil in der Jahresplanung und gehört als Auftakt der Schweizer Turnierserie traditionell in den Internationalen Terminkalender. Obwohl man auf Grund zahlreicher Terminkollisionen und den Sommerferien einige Absagen hinnehmen musste, kann Vereinspräsident Martin Grögli dennoch auch bei der diesjährigen Auflage auf ein illustres Teilnehmerfeld von drei verschiedenen Kontinenten vertrauen.
 

Auch in diesem Jahr wieder zahlreiche Highlights im Rahmenprogramm
Neben den beiden Länderspielen am Freitagabend, bei welchen sowohl die Schweizer Frauen als auch die Männer auf Österreich treffen, kann der TSV Jona am späten Samstagnachmittag mit einer Premiere aufwarten. Erstmalig in der Geschichte wird eine Partie der 1. Deutschen Bundesliga in der Schweiz im Rahmen des diesjährigen Obersee Masters ausgetragen. In enger Kooperation mit den beiden Vereine aus Stammheim und Rosenheim sowie der Deutschen Faustball Liga (DFBL) konnte man dieses Highlight unter dem Motto „DFBL goes Switzerland“ ermöglichen. Eine weitere besondere Premiere ist die Teilnahme der Belgischen Nationalmannschaft, welche erstmalig an einem internationalen Event auftreten wird. Der Verband Belgiens wurde auf Grund von Joner Kontakten hin gegründet und man freut sich auf den Besuch dieser neuen, noch jungen, Faustballnation.
 

Internationale Herrenkonkurrenz gespickt mit nationaler Elite
Am prestigeträchtigen A-Turnier kämpfen 25 Top-Teams um den Sieg. Wie bereits im Vorjahr ist die Favoritenrolle auch in diesem Jahr im Vorfeld nicht gänzlich bestimmten Teams zuzuordnen, da sich eine Vielzahl von Mannschaften berechtigte Chancen auf die Teilnahme an der Finalrunde ausmachen kann. Aus Brasilien treten mit Sogipa, Novo Hamburgo sowie einer südbrasilianischen Auswahl drei spielstarke Verein an, welche sich zur Zeit auf Europa-Rundreise befinden. Aus Österreich haben sechs Mannschaften ihre Teilnahme zugesichert, wobei ein Teil der Teams von der aktuellen österreichischen U18- und U21-Nationalmannschaft gestellt wird, welche vor kurzem Vize-Weltmeister bzw. Vize-Europameister geworden sind. Zudem vertreten Vize-Europapokalsieger Freistadt, Vöcklabruck, Enns und Schwanenstadt die österreichischen Landesfarben. Aus Deutschland empfängt man neben Europapokalsieger Pfungstadt mit Rosenheim, Stammheim, Kellinghusen, Berlin und Käfertal weitere Bundesliga-Mannschaften, welche vornehmlich aus dem Süden der Republik stammen. Neben diesen 1. Ligisten kommen mit Dennach und Calw auch noch weitere ambitionierte, junge Teams aus dem nördlichen Nachbarland an den Obersee. Zusätzlich nutzt die italienische Herren-Nationalmannschaft das Turnier als Lehrgangsmassnahme für die bevorstehende Europameisterschaft und nimmt deshalb ebenfalls mit einer Mannschaft des SSV Bozen teil. Neben der internationalen Konkurrenz kämpfen auch zahlreiche Teams der Schweizer Nationalliga A im Rahmen des Turniers um eine bestmögliche Platzierung. Sicher berechtigte Hoffnungen auf eine vordere Platzierung dürfen sich vor allem Diepoldsau sowie Weltpokalsieger Widnau machen. Auf das Auftreten des TSV Jona darf man gespannt sein, denn nach einer bisher katastrophal verlaufenen Saison möchte man das Heimturnier als Vorbereitung für bevorstehende entscheidende Schlussphase der NLA-Qualifikation nutzen..
 

Internationale Spitzenteams prägen das Teilnehmerfeld bei den Frauen
Das Frauenturnier hat sich in den vergangenen Jahren äusserst etabliert und kann sich mittlerweile zu Recht als das am weltbesten besetzte Turnier in dieser Kategorie bezeichnen. Auch in diesem Jahr kann das Obersee Masters mit einer quantitativ und qualitativ ansprechenden Besetzung aufwarten, wobei insgesamt 20 Mannschaften aus vier Nationen am Turnier teilnehmen. Zum Favoritenkreis zählen aus Schweizer Sicht sicherlich das als amtierender Vize-Europapokalsieger antretende Heimteam des TSV Jona sowie Oberentfelden-Amsteg. Zudem nehmen auch noch die NLA-Teams aus Schlieren und Neuendorf sowie das Joner NLB-Team am Turnier teil. Aus Deutschland geben sich zahlreiche Mannschaften aus Nord- und Süddeutschland die Ehre, weshalb diese Nation mit insgesamt neun Teams – grösstenteils Bundesliga-Mannschaften –  den Grossteil des Feldes sowie einige Turnierfavoriten um Europapokalsieger Dennach stellt. Aus Brasilien kann man auf die Teilnahme der beiden Spitzenteams Duque und Sogipa zählen. Die andere Hälfte der Wettbewerber setzt sich aus insgesamt vier österreichischen Mannschaften zusammen, wobei zwei dieser Teams die aktuelle Frauennationalmannschaft Österreichs darstellen, welche das Turnier ebenfalls als ein der letzten Lehrgangsmassnahmen für die bevorstehende Weltmeisterschaft in Brasilien nutzen werden und aller Voraussicht nach berechtigte Ambitionen auf die vorderen Ränge haben. Zusätzlich komplettieren noch der österreichische Vizemeister Nussbach sowie Laakirchen das Teilnehmerfeld.