Am kommenden Wochenende laden die Faustballer des TSV Jona zum traditionellen Obersee Masters im Grünfeld. Bei der 55. Ausgabe stehen sich 70 Mannschaften aus dem In- und Ausland beim IFA World Tour Turnier der Major-Kategorie gegenüber.

Auch in diesem Jahr organisiert die Faustballabteilung des TSV Jona das eigene Turnier, welches seit mehr als 50 Jahren ein festen Bestandteil in der vereinseigenen Jahresplanung ist und als traditioneller Auftakt der Schweizer Turnierserie in den Internationalen Terminkalender gehört. Erfreulicherweise kann Vereinspräsident Martin Grögli bei der diesjährigen Auflage ein illustres Teilnehmerfeld aus insgesamt zehn Nationen sowie vier verschiedenen Kontinenten im Joner Grünfeld begrüssen, wobei die hohe Anzahl an vertretenen Nationen einen neuen Rekord für ein Turnier der IFA World Tour darstellen.

Aushängeschild der IFA Fistball World Tour

Die mittlerweile in ihrem dritten Jahr IFA Fistball World Tour ist eine weltweite Turnierserie für Klubmannschaften, wobei jede Mannschaft an diversen Turnieren unterschiedlicher Kategorie Punkte für die Weltrangliste sammeln kann. Die zwei besten Mannschaften eines jeden Kalenderjahres sind neben den Kontinentalsiegern automatisch für World Tour Finals gesetzt. Dieser Modus gilt für die Männer- sowie auch für die Frauen-Mannschaften. Das internationale Obersee Masters in Jona gehört aufgrund seines Prestiges, der Grösse und der internationalen Klasse zu den etablierten Turnieren der höchsten Major-Kategorie – vergleichbar mit den Grand Slams beim Tennis.

 

"Road to Winterthur": Südamerikanisches Duell als Rahmenprogramm

Aufgrund des Umstandes, dass in weniger als zwei Wochen die IFA 2019 Fistball World Championship der Männer in Winterthur (11. bis 17.  August 2019) stattfindet, reisen bereits zahlreiche Nationen aus Übersee in die Schweiz um sich auf die bevorstehende Weltmeisterschaften vorzubereiten. Erfreulicherweise kann man deshalb die Nationalmannschaften aus Argentinien, Belgien, Brasilien, Chile, Italien, Namibia, Schweiz sowie als Premiere erstmalig das Team aus Neuseeland im Joner Grünfeld begrüssen. Diese Chance nutzend, findet am Freitagabend um 18:30 Uhr ein Männer-Länderspiel zwischen Argetinien und Chile statt. Die beiden traditionsreichen südamerikanischen Vertreter gehören seit Jahren zu den internationalen Top-Nationen im Faustball und vermochten in der Vergangenheit bereits des Öfteren die ganz grossen Faustball-Nationen mit ihrer emotionalen Spielweise vor gewisse Herausfoerdungen zu stellen. Neben den aufgeführten Nationen nehmen zusätzliche auch einzelne Nationalspieler aus Australien, Deutschland, Österreich und den USA mit ihren jeweiligen Club-Mannschaften am Obersee Masters teil. Im Anschluss an das Turnier bestreiten die Teams aus Chile und Namibia sogar die ganze Woche über ihre letzte WM-Vorbereitung in Jona und unterstreichen damit auch die wichtige internationale Bedeutung sowie Anerkennung, die der TSV Jona im Faustball geniesst.

 

Sowohl National- als auch Top-Vereinsmannschaften bestreiten die internationale Herrenkonkurrenz

Am prestigeträchtigen A-Turnier kämpfen insgesamt 28 Top-Teams an zwei Turniertagen um den Sieg. Wie bereits im Vorjahr ist die Favoritenrolle auch in diesem Jahr im Vorfeld nicht gänzlich bestimmten Teams zuzuordnen, da sich eine Vielzahl von Mannschaften berechtigte Chancen auf die Teilnahme an der Finalrunde ausmachen kann. Aus Südamerika treten Argetinien und Chile jeweils mit einem Team sowie Ballzauberer aus Brasilien mit sogar zwei Nationalmannschaften an. Komplettiert wird dieses südamerikanische Trio von der Italienischen und Namibianischen Nationalmannschaft. Aus Österreich haben fünf Mannschaften ihre Teilnahme zugesichert, wobei dieses Feld vom österreichischen Vizemeister Tigers Vöcklabruck angeführt wird, welcher sich zudem vergangenen Winter den Staatsmeister sicherte. Zudem vertreten Kremsmünster, Enns, Froschberg und Seekirchen die österreichischen Landesfarben. Aus Deutschland, dem Land des amtierenden Welt- und Europameisters, empfängt man mit Vaihingen/Enz, Käfertal, Kellinghusen, Unterhaugstett, Stammheim, Segnitz und NLV Vaihingen zahlreiche Bundesliga-Mannschaften, welche aus dem gesamten Raum der Republik stammen. Neben der internationalen Konkurrenz kämpfen auch zahlreiche Teams der Schweizer Nationalliga A im Rahmen des Turniers um eine bestmögliche Platzierung. Sicher berechtigte Hoffnungen auf eine vordere Platzierung darf sich vor allem Diepoldsau machen, welches verstärkt mit einigen zusätzlichen Schweizer Nationalspielern quasi die komplette Nationalmannschaft der Eidgenossen stellt. Aber auch die weiteren NLA-Vertreter aus Neuendorf, Oberentfelden und Elgg-Ettenhausen wollen ihre Klasse in diesem hochkarätigen Teilnehmerfeld unter Beweis stellen. Auch auf das Auftreten des TSV Jona darf man gespannt sein, denn nach einer bisher ausgeglichenen verlaufenen Saison möchte man das Heimturnier als Vorbereitung für die bevorstehende entscheidende Schlussphase der NLA-Qualifikation nutzen.

 

Frauen-Teilnehmerfeld geprägt durch internationale Vereinsmannschaften

Das Frauenturnier hat sich in den vergangenen Jahren äusserst etabliert und kann sich mittlerweile zu Recht als eines der besten besetzten Turnier in dieser Kategorie bezeichnen. Dieses Jahr kann das Obersee Masters mit einem qualitativ hochwertigen Teilnehmerfeld von 16 Mannschaften aus vier Nationen als Besetzung aufwarten. Zum Favoritenkreis zählen aus Schweizer Sicht sicherlich das als amtierender Schweizer Meister antretende Heimteam des TSV Jona aber auch Hallenmeister Diepoldsau. Zudem nehmen auch noch die NLA-Teams aus Neuendorf, Kreuzlingen und erstmalig auch Elgg am Turnier teil. Aus Deutschland geben sich zahlreiche Mannschaften aus Nord- und Süddeutschland die Ehre, weshalb diese Nation mit insgesamt sechsTeams – grösstenteils Bundesliga-Mannschaften – den Grossteil des Feldes sowie einige Turnierfavoriten um Calw und Kellinghusen stellt. Aus Chile, dem Ausrichter der nächsten Frauen-Weltmeisterschaften im nächsten Jahr, kann man erfreulichweise auf die Teilnahme des Teams aus Manquehue zählen. Die andere Hälfte der Wettbewerber setzt sich aus insgesamt vier spielstarken österreichischen Mannschaften zusammen, wobei von diesen Teams vor allem der amtierende Staatsmeister und die aktuelle zweitbeste Mannschaft Europas, Union Nussbauch, aller Voraussicht nach berechtigte Ambitionen auf die vorderen Ränge hat. Aber auch Laakirchen sowie die Teams aus Seekirchen und Wolkerdorf/Neusiedl ergänzen das illustre Teilnehmerfeld hervorragend.